Über

Seit dem sogenannten Euromaidan im Winter 2013/14 sind Studierende der Viadrina in jedem Jahr mindestens einmal in die Ukraine gefahren. Das Ziel der Exkursionen: „Augenarbeit“ in einer Region, die vielleicht durch einige Reiseführer erschlossen ist, von deren gesellschaftlichen Reichtum man in Deutschland dennoch wenig weiß.

Im Juli und Oktober 2018 reisen nun erneut zwei Gruppen in das Land, das mit seiner blau-gelben Flagge den angestammten Farben der Europa-Universität Viadrina nacheifert. Beide Organisationen – der ukrainische Staat und die Viadrina – wurden 1991 neu gegründet, allerdings unter abweichenden Umständen. Die Ukraine erklärte im August ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion, während die Europa-Universität im Juni in den Herrschaftsbereich des Brandenburger Ministeriums für Wissenschaft und Kultur eingegliedert wurde.

Die Exkursion im Jahre 2014 nahm die Folgen des Euromaidan, die vermeintlich neue Politik, ausgewählte politische Kräfte und die Parlamentswahlen in den Blick. Im Jahr 2015 setzten wir uns mit Russen und Russischsprechern in der Ukraine auseinander, um uns der Frage der ukrainischen Identität zu nähern. Im Jahr 2016 interessierten wir uns für die Staatlichkeit der Ukraine, insbesondere für das Funktionieren des Staates und reisten dabei entlang der ukrainischen Westgrenze über Odessa, Tiraspol, Tschernowitz und Lwiw/Lemberg. Im Jahr 2017 besuchten wir Kiew und Charkiw unter dem Aspekt der Emotionen in der jüngeren Entwicklung der ukrainischen Gesellschaft und richteten unsere Aufmerksamkeit auf die Frage, welchen Stellenwert Gefühle und Affekte für unser Verständnis der Ukraine haben.

In diesem Jahr wird zunächst im Juli eine Gruppe Studierender des Seminars „Ökologisches Denken in Russland und der Sowjetunion“ der Viadrina, gemeinsam mit Studierenden der Berliner Humboldt-Universität, in die Tschernobyl-Region reisen und sich der Frage nach den Perspektiven sozialer und ökologischer Resilienz widmen.

Im Oktober reist dann eine weitere Gruppe von Viadrina-Studierenden nach Charkiw und Poltawa, um sich mit der Frage nach „Idenität und Macht in der Ostukraine“ zu beschäftigen.

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